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Modernisierungswettbewerb

Modernisiertes Haus

Nicht nur der Verkehr ist ein grosser CO2-Produzent – Gebäude sind es auch. Bei umfassenden Erneuerungen ist es aber schwierig, den so genannten  Minergie-P-Standard einzuhalten, also Gebäude zu bauen, die ein eigenständiges, am niedrigen Energieverbrauch orientiertes Konzept aufweisen. Da in Basel-Stadt verhältnismässig wenige Gebäude neu erstellt werden, steht die Innovation bei Erneuerungen und Modernisierung im Mittelpunkt.

Im Rahmen der 2000-Watt-Gesellschaft - Pilotregion Basel wurde bereits zum zweiten Mal ein Modernisierungswettbewerb für Wohn- und Geschäftsbauten ausgeschrieben. Dabei sollen Impulse für Modernisierungen entstehen, Impulse, die neue Ideen und Konzepte umsetzen. So sollen zum Beispiel energetische Sanierungen die Minergie-P-Vorgaben möglichst erfüllen. Mit diesem Ziel sind aber erhebliche technische Herausforderungen verbunden: Wie etwa können Komfortlüftungen kostengünstig und ästhetisch befriedigend in bestehenden Wohnbauten realisiert werden? Wie können Fassaden isoliert werden, ohne das Erscheinungsbild des Gebäudes negativ zu verändern?

Der Wettbewerb beschränkt sich nicht auf die energierelevanten Aspekte. Ziel der 2000-Watt-Gesellschaft ist es, alle Aspekte der Nachhaltigkeit zu berücksichtigen. Die gesuchten Sanierungen sollen deshalb in möglichst vielerlei Hinsicht Vorbild für nachhaltiges Bauen und Betreiben von Bauten sein, langfristig Wert haben und gleichzeitig einen möglichst hohen Wohnkomfort aufweisen. Der Standort des Sanierungsobjektes muss im Kanton Basel-Stadt sein.

In den vergangenen vier Jahren entstanden in Basel einige Gebäudesanierungen von überregionaler Bedeutung, die diese Bedingungen erfüllt haben. Mit dem Wettbewerb erhoffen sich die Organisatoren, weitere Fachleute aus der Planungs- und Baukultur für umfassende Modernisierungen sensibilisieren zu können. Dem Preisgericht steht ein Betrag von 240'000 Franken für die Auszeichnung und Förderung von Projekten zur Verfügung.

Am 8. November 2010 wurde der Modernisierungswettbewerb erneut ausgeschrieben. Im Mittelpunkt stehen dabei Kriterien wie beispielweise Innovationen bei Sanierungen, Möglichkeiten zur Verdichtung auf einer gegebenen Fläche, das Label Minergie-P-Eco, Nullenergiehäuser (so genannte NZEB Net Zero Energy Buildings), Modernisierung geschützter Bauten, ein CO2-neutraler Betrieb und schliesslich auch eine Intensivierung des Schwerpunktes Nachhaltigkeit. Die Präsentation der eingereichten Präsentation hat am 17. November 2011 stattgefunden. Die Projekte werden noch bis zum 30. November 2011 im Lichthof des Bau- und Verkehrsdepartements am Münsterplatz 11 in Basel ausgestellt. Details zu den Projekten und deren Würdigung gibt's im Jurybericht 2011.

Bereits 2006 hatte das Bau- und Verkehrsdepartement im Rahmen der «Pilotregion Basel der 2000-Watt-Gesellschaft» einen Sanierungswettbewerb ausgerufen. Die Jury hat ein Projekt prämiert, das aufzeigt, dass der Minergie-P-Standard in der Sanierung erreichbar ist: Die Modernisierung eines Mehrfamilienhauses an der Güterstrasse 83 in Basel. Das Mehrfamilienhaus wurde als Blockrandbebauung 1954 erbaut. Das Projektteam bewies, dass eine Minergie-P-Sanierung mit bekannten konstruktiven sowie haustechnischen Lösungen, verhältnismässigem Aufwand und gleichzeitig hoher architektonische Qualität möglich ist.

Medienmitteilung vom 21.11.11

Jurybericht 2011

Flyer für Wettbewerb

Wettbewerbsprogramm

Häufigste Fragen

Kontakt:

Franco Fregnan
+41 (0)61 467 44 92
FHNW – Institut Energie am Bau
franco.fregnan@fhnw.ch

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