Wasserstoff-Mobilität

Auch mit Wasserstoff betriebene Fahrzeuge können ein wichtiges Element zur Reduktion der durch den Verkehr verursachten CO2-Emissionen sein. Das Wasserstoff-Tankstellennetz im Ausland wächst und Basel als Eingangstor zur Schweiz kann für die Entwicklung der Wasserstoff-Mobilität eine entscheidende Rolle spielen.

Wasserstoff statt Benzin

Wasserstoff-Tankstelle für Kleinflotte und Busbetrieb

Deutschland will sein Wasserstoff-Tankstellennetz bis in zehn Jahren von 15 auf 400 Stationen steigern. 2012 ging die erste H2-Tankstelle der Schweiz in Brugg in Betrieb. Brennstoffzellen-Fahrzeuge überzeugen vor allem im Mittelklassebereich und sind ab 2015 in Kleinserien erhältlich.

Im Rahmen des Projektes sollen Wasserstoff-Tankstellen für Busse und Personenwagen getestet werden. In Basel-Stadt ist der Aufbau einer öffentlich zugänglichen Tankstelle mit einem Tankstellenbetreiber als Partner im Fokus mit dem Ziel, einen wesentlichen Beitrag zum Aufbau eines H2-Korridors von Deutschland in die Schweiz und langfristig Richtung Italien zu leisten. Dadurch werden neue Optionen für effiziente Fahrzeugmobilität mit erneuerbaren Treibstoffen erschlossen. Gleichzeitig werden konkrete Lösungen für dezentral gespeiste Fahrzeugmobilität aufgezeigt.

Stand 2015

Die Umsetzung fokussierte sich bisher auf die Abklärung, welche Projektpartner (Tankstellen- und Flottenbetreiber) in Frage kommen und wie das lokale Projekt in einen nationalen Kontext eingebettet werden kann. Die Zusammenarbeit mit einem grossen Akteur im Schweizer Markt zeichnet sich ab.

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Wasserstoff plus Erdgas

Wird Erdgas Wasserstoff beigemischt, erhöht sich der Wirkungsgrad im Verbrennungsverfahren und der CO2-Ausstoss wird gesenkt.

Eine Machbarkeitsstudie soll zeigen, in welchem Umfang sich die Verbrennung von Erdgas optimieren lässt. Der Versuch soll in die Pilot-Wasserstofftankstelle integriert werden.

Stand 2015

Zwei Voraussetzungen müssen für die Umsetzung des Projektes erfüllt sein: Einerseits hängt der Start des Projektes von der weiteren Entwicklung des Projektes Pilot-Wasserstoff-Tankstelle ab (ein Tankstellen- und Flottenbetreiber muss noch gefunden werden). Andererseits müssen die technischen Voraussetzungen für die Simulations- und Testanlagen durch die Empa abschliessend abgeklärt werden.
 

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hy.muve

Kleine weisse Kehrmaschine im Innenhof des Rathauses

hy.muve (hydrogen driven municipal vehicle) ist das weltweit erste mit Wasserstoff betriebene Kommunalfahrzeug. Das Fahrzeug wurde an der Empa mit Unterstützung von Bucher Schörling, Messer Schweiz und Brusa entwickelt und verfügt über einen Brennstoffzellen-Batteriehybridantrieb. Es braucht damit weniger als die Hälfte der Energie, die ein herkömmliches dieselbetriebenes Fahrzeug verbrennt.

Das Fahrzeug wurde ab 2009 in Basel erprobt. Die Testphase zeigt: Brennstoffzellen sind bereit für den Praxiseinsatz – auch oder gerade in Nischenanwendungen wie Kommunalfahrzeugen.

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HY-LIGHT

Im Oktober 2005 begrüsste Regierungsrätin Barbara Schneider geladene Gäste aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft zu einer Informationsveranstaltung. Es ging um Mobilitätsszenarien für die Region Basel. An diesem Anlass wurde das wasserstoffbetriebene Brennstoffzellenfahrzeug HY-LIGHT demonstriert.

Entwickelt wurde der Prototyp in Leichtbauweise vom Paul Scherrer Institut und dem in der Schweiz ansässigen Forschungszentrum der Michelin-Gruppe. Die Brennstoffzellen des HY-LIGHT produzieren aus Wasserstoff und Sauerstoff elektrischen Strom. Dieser treibt am Ende des Antriebsstrangs zwei kompakte Elektromotoren an, die in den Vorderrädern sitzen.